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Digitalisierung und Mündigkeit der Nutzer

Gerade erleben wir wieder einmal einen “Datenskandal”. Facebook hat zugelassen das eine große Menge an privaten Daten aus dem Netzwerk, von Dritten nutzbar war. Diese Formulierung ist mit großer Sicherheit eine recht freundliche. Was für Daten genau, hat Facebook bisher nicht kommuniziert. Formuliert man etwas drastischer, könnte man vermuten das die Daten nicht nur nutzbar waren sondern verkauft wurden. Wie reagieren die Nutzer auf so einen Skandal? Verändert das bekannt werden solcher Informationen das Verhalten der Nutzer? Interessiert  es die Nutzer überhaupt?

Vielleicht sollte man aber mit einer Auswertung der Geschehnisse von einer anderen Seite anfangen. Wie viele Nutzer wissen überhaupt, was sie Facebook bereits mit ihrer Anmeldung für eine Datennutzung eingeräumt haben. Was darf Facebook nutzen, auswerten und verkaufen? Ja verkaufen, ein global Player wie Facebook lebt nicht von Luft und Liebe. Welcher Nutzer weiß schon das jedes hoch geladene Urlaubsbild von Facebook für “eigene Zwecke” nutzbar ist.

Wer liest die AGBs?

Nun ist Facebook nur einer von vielen und aktuell auch nicht mehr der hippste Scheiß. Deine Oma und Schwester sind dort zu finden, genau wie deine Eltern. Posten tust du dort eh nur das was sowieso schon jeder weiß oder jeder wissen kann. Bei deinen Bewegungsprofil, der Auswertung deiner Fitness-App, oder dein Health-Profil aus deiner Smartwatch siehst du das sicher wieder ein wenig anders. Welche AGB einer App oder Social-Media-Dienstes hast du gelesen? Ich will an dieser Stelle nicht gegen Vernetzung, Digitalisierung und Zukunft wettern, aber wie wollen wir diese mitgestalten wenn wir uns nicht einmal  die Bedingungen für unsere Daten durchlesen. Sind wir überhaupt "mündig" Dinge zu posten?

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